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Coburger Tagblatt, 27. Januar 2017

Kochen schafft Nähe

Die Frauen vom Coburger Serviceclub Soroptimist International kochen zusammen mit Afghaninnen. Sie unterstützen damit das Engagement ehrenamtlicher Helfer aus Weidach, die sich um Flüchtlingsfamilien in der Gemeinde kümmern.

Die fünf Frauen sind aufgeregt. Zum ersten Mal in ihrem Leben werden sie heute deutsche Gerichte kochen - in den Räumen der Coburger Jugendeinrichtung CoJe, also außerhalb ihrer Wohnungen. Seit etwas über einem Jahr leben Sima Abasi, Zeinab und Elahe Karimi, Razia und Sara Barati aus Afghanistan mit ihren Familien in Weidach, wo eine ehemalige Gaststätte zu Wohnungen für Geflüchtete ausgebaut wurde. Und fast ebenso lange kümmern sich Herwig und Rosely Freund zusammen mit Kerstin Tschech um diese Menschen. "Viele von ihnen kommen aus Herat, wo das Leben immer noch gefährlich ist. Deshalb haben sie bei uns zunächst ein wenn auch befristetes Aufenthaltsrecht bekommen", erläutert Herwig Freund. Er und seine Frau hätten von Anfang an beobachtet, dass die Menschen sich mit außerordentlichem Fleiß bemühen, die deutsche Sprache zu erlernen und sich mit der Kultur und Lebensweise ihrer Gastgeber bekannt zu machen. "Wir unterrichten sie inzwischen fünfmal in der Woche." Und das tun sie ehrenamtlich, wie viele andere Helfer im Landkreis.
"Durch private Kontakte haben wir von dem Engagement erfahren", erzählt Gabriele Ketteler, Präsidentin des Coburger Serviceclubs Soroptimist International (SI). Zusammen mit Helga Brachmann, Monica Schütz, die eine Freundin aus Honduras mitgebracht hat, Gisela Wagner und Andrea Schiele-Eberlein ist sie in die CoJe gekommen, um mit den afghanischen Frauen zu kochen. "Wir hatten unsere Unterstützung angeboten, aber Herr Freund wollte kein Geld, sondern praktische Hilfe."


Ein Drei-Gänge-Menü

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So entstand die Idee, gemeinsam ein Menü zuzubereiten - beim ersten Mal ein deutsches, beim zweiten Treffen ein afghanisches. "Uns kommt es vor allem darauf an, den Frauen zu zeigen, was man aus regionalen Produkten zubereiten kann", sagt Ketteler. Aus dem, was es bei der Coburger Tafel für die Flüchtlingsfamilien gibt, wurde eine Speisefolge zusammengestellt. Und die sah so aus: Als Vorspeise stand geräucherte Forelle mit Meerrettich, Chicoree, Balsamico und Preiselbeeren auf dem Plan. Als Hauptspeise gab es Rinderroulade mit Serviettenkloß, Rotkohl und Karottensalat, als Nachspeise Pfannkuchen mit Apfelmus.

In der CoJe fanden die Frauen vom SI hilfsbereite Partner für ihr Projekt. "Die Küche hier ist sehr gut ausgestattet und eignet sich für das gemeinsame Kochen", ergänzt Helga Brachmann.
Nach einem kurzen Kennenlern-Gespräch - die Afghaninnen verstehen fast alles, sprechen auch recht gut deutsch - machen sich die Frauen an die Arbeit. In ihrem Land sei das Kochen reine Frauensache, erzählt Zeinab Karimi. "Die Männer helfen in der Küche nicht einmal mit", ergänzt ihre Mutter Sima Abasi und lächelt. Dass mehrere Gänge serviert werden, ist den Afghaninnen nichts Neues. Das gebe es auch bei ihnen, sagt Elahe Karimi. Als Vorspeise werde gern eine Suppe aus Gemüse mit Fleisch und Reis serviert. Als Hauptspeise gebe es Fleisch - oft Lamm oder Geflügel, aber auch Rind - mit Reis und Gemüse. Und Rotkohl kenne man auch in Afghanistan. Er werde aber ungekocht als Salat gegessen. Beliebt sei die Nachspeise Ferni, die aus Milch, Zucker, Reismehl, Vanille, Rosenwasser und Haselnüssen zubereitet wird. Ob es all das beim nächsten Mal gibt, wenn afghanisch gekocht wird? Die SI-Frauen lassen sich überraschen.

22. November 2016

Lichtenfels im 9/2016

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Coburger Zeitungen im August 2014

 

 

SorotimistINNEN spenden für Diakonie

 

AHORN im Landkreis Coburg – Der „Soroptimist International Club Coburg“ hat am Freitag in Ahorn dem Bereich Ambulant Betreutes Wohnen im Diakonischen Werk Coburg eine Spende in Höhe von 511 Euro überreicht. Wie Bereichsleiterin Sonja Vettermann und Diakon Franz K. Schön 

mitteilten, will das Diakonische Werk damit vor allem das soziale Miteinander der vom Arbeitsbereich betreuten Männer und Frauen unterstützen. Die Mitarbeiter/innen vom Ambulant betreuten Wohnen kümmern sich um rund 70 Personen, die weitgehend selbstständig in ihren Wohnungen leben. Gemeinsame Ausflüge und sonstige Freizeitaktivitäten sollen aber auch dazu beitragen, den zwischenmenschlichen Kontakt zu pflegen.

 

 Zum „Soroptimist International Club Coburg“ gehören über 30 Mitglieder in Nordwestoberfranken. Es handelt sich um einen sogenannten „Serviceclub“, ähnlich wie die Rotarier oder die Lions-Clubs. Weltweit gibt es von den Soroptimistinnen über 3.000 Clubs in 124 Ländern. Die gut 90.000 Mitglieder sind ausschließlich Frauen. Den Coburger Club gibt es seit 1997. Der Soroptimist International Club wurde 1921 in Oakland/Kalifornien gegründet. Wer mehr wissen will: www.clubcoburg.soroptimist.de

Neue Presse vom 24.10.2013

Coburger Tagblatt vom 24.10.2013

Obermain Tagblatt 26.09.2013

16. November 2012


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