AUCH IN 2021 - Das Projekt Orange Days lebt weiter bei SI Coburg

Gewalt gegen Frauen - auch in 2021 ein hochbrisantes Thema

Die Kampagne "16 Days of Activism Against Gender Violence" wurde vom Generalsekretär der UNO, Ban Ki-Moon ins Leben gerufen und beginnt dieses Jahr am 25. November, dem Internatioonalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen, und endet am 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte.

Während dieser 16 Tage finden weltweit Veranstaltungen und Aktionen statt, Gebäude und Wahrzeichen werden in Orange getaucht. Ziel ist es, für das Problem zu sensibilisieren und dagegen zu mobilisieren. Auch Soroptimist International Deutschland beteiligt sich landesweit mit vielfältigen Aktionen, ebenso SI Club Coburg. AN diesen Tagen wird durch das Tragen eines orangen Kleidungsstückes weltweite Solidarität bekundet. Die Farbe orange soll hierbei eine hellere Zukunft frei von Gewalt symbolisieren.

Start in die Aktion 2021: Pressemitteilung der Stadt Coburg

Aktionstag gegen Gewalt am 25. November 2021

Gewalt gegen Frauen – Orange Days

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt am Donnerstag, 25. November finden auch in diesem Jahr verschiedene Aktionen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen statt. Außerdem beginnen an diesem Tag auch die von den Vereinten Nationen ins Leben gerufenen sogenannten ORANGE DAYS. Sie dauern bis zum Donnerstag, 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Die Farbe ORANGE symbolisiert an den Tagen eine Zukunft ohne Gewalt gegen Menschen und Frauenrechte sind Menschenrechte.

Unterschiedliche Organisationen führen am Aktionstag selbst bzw. auch an den ORANGE DAYS verschiedene Aktionen durch: Arbeitskreis Keine sexuelle Gewalt, der Soroptimist International Club Coburg, das Coburger Designforum Oberfranken, der Weiße Ring, die Hochschule Coburg, sowie die Gleichstellungsstelle der Stadt Coburg.

Wichtig ist den Beteiligten, dass bei allen unterschiedlichen Aktivitäten, die gemeinsame Sache und das Engagement für das Thema im Vordergrund stehen. Alle Beteiligten engagieren sich auf sehr individuelle Art und meist ehrenamtlich. Sie organisieren folgende öffentliche Aktionen:

  • So werden unter dem Motto „ORANGE the WORLD“ am Donnerstag, 25. November weltweit Gebäude orange angestrahlt, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Diese öffentlichkeitswirksame Aktion greifen die Soroptimistinnen des SI Clubs Coburg auf. Sie lassen den Hexenturm am Ernstplatz während der 16 Aktionstage mit technischer Unterstützung des Designforums Oberfranken von innen orange erleuchten. Das SÜC Gebäude in der Bamberger Straße wird am 25.11. und am 10.12. auf ihre Initiative hin ebenso in orange anstatt in den sonst üblichen Regenbogenfarben erstrahlen.
  • Am Aktionstag selbst werden die Frauen von SI Coburg orangefarbene Früchte und Infomaterial in den Fußgängerzonen von Coburg, Hildburghausen, Lichtenfels und Bad Staffelstein verteilen.
  • Wie bereits im Vorjahr werden die Soroptimistinnen die bekannten Frauenstatuen im Stadtgebiet wieder mit orangefarbenen Schals dekorieren. Auch im Kurpark von Bad Staffelstein werden die Frauenstatuen orange tragen. Zusätzlich findet eine eigens zu diesen Statuen konzipierte öffentliche Führung mit dem Titel „Coburg FRAU“ am 10.12. (Tag der Menschenrechte) statt.
  • In Zusammenarbeit mit David Küffner vom Coburger Designforum sowie Elisabeth Westhäuser, stellv. Frauenbeauftragte der Hochschule Coburg, sollen knallige und verspiegelte Foliengestaltungen an prominenten Schaufenstern in der Innenstadt die Passanten anziehen, irritieren und zu mutiger Solidarität bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen auffordern.
  • Der Arbeitskreis Keine sexuelle Gewalt wird am Aktionstag die aktuelle Broschüre Nein heißt Nein in der Fußgängerzone verteilen. Diese ist auch im Internet unter www.coburg.de/gleichstellung zu finden. Sie kann auch per E-Mail unter susanne.mueller[at]coburg.de angefordert werden.
  • Zum Ausklang der Orange Days wird die Hochschule noch einmal aktiv bei Menschenrechtsthemen und lädt für Donnerstag, 9.12. und Freitag, 10.12. bei den Gender- und Diversity Days zum Mitmachen, Lernen und Diskutieren ein.

„Gewalt gegen Frauen geht uns alle an und ist nirgendwo Privatsache. Sie betrifft sämtliche Altersgruppen und sozialen Schichten,“ so Marianne Morchel vom Arbeitskreis Keine sexuelle Gewalt. Gemeinsam mit den Coburger Institutionen finden zu dem Thema regelmäßig Treffen statt und werden Infomaterialien erstellt. Auch ein Runder Tisch gegen Häusliche Gewalt ist für Anfang 2022 wieder in Planung.

„Häusliche Gewalt sind nicht immer nur Schläge, die sichtbare Spuren hinterlassen. Gewalttätig verhalten sich auch Menschen, die beispielsweise große Drohkulissen aufbauen, den anderen abwerten, beschimpfen und kontrollieren oder die damit drohen, ihre Taten abzustreiten und bewusst zu lügen oder auch die Kinder für ihre Zwecke manipulieren“, klärt Elisabeth Westhäuser auf. Häusliche Gewalt zieht Kreise und wirkt sich häufig auch massiv auf andere Bereiche der Betroffenen aus, beispielsweise auch auf Lernen und Arbeiten. Deshalb ist es für uns als Hochschule selbstverständlich, uns solidarisch mit den Opfern zu zeigen, aufzuklären, Verständnis zu haben und vor allem: nicht wegzusehen! „Die Wachsamkeit zur Wahrnehmung von Gewalt an Frauen im unmittelbaren Umfeld soll geweckt und eine Null-Toleranz-Haltung vertreten werden,“ darauf weist besonders der Präsidentin von SI Coburg, Barbara von Mengershausen, im Zusammenhang mit den ORANGE DAYS hin. Es muss außerdem das Bewusstsein für die Notwendigkeit ideeller und finanzieller Unterstützung bezüglich einer ausreichender Anzahl von Frauenhausplätzen, Beratungsstellen und vielem mehr geweckt und auf deren verpflichtende Umsetzung durch die öffentliche Hand hingearbeitet werden.

Wer die Anliegen der ORANGE DAYS unterstützen möchte, kann durch das Tragen eines orangefarbenen Kleidungsstücks Solidarität bekunden.

Deutschland hat seit 2013 ein bundesweites Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ unter der Nummer 08000 116 016 eingerichtet. Es ist ein kostenfreies, rund um die Uhr erreichbares, 18-sprachiges und anonymes Beratungsangebot. Viele EU-Staaten verfügen über ähnliche Angebote. Ziel ist eine europaweit einheitliche Telefonnummer, die 116 016, einzurichten, unter der das jeweilige nationale Hilfetelefon erreichbar ist. Es haben sich bisher 22 EU-Staaten sowie die Schweiz und die Europäische Kommission dafür ausgesprochen, dieses Vorhaben zu unterstützen.

Aktionen und Projekte Soroptimist International Club Coburg zu den Orange Days vom 25.11.bis 10.12.2021

25.11. (Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen) bis 10.12. (Tag der Menschenrechte)

Unter dem Motto " WE STAND UP FOR WOMEN! ORANGE THE WORLD" startet am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die weltweite Kampagne Orange Days – 16 Tage im Zeichen der nachhaltigen Verwirklichung der Grundrechte von Frauen – Soroptimist International Deutschland beteiligt sich landesweit mit vielfältigen Aktionen.

Die weltweite Kampagne wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Soroptimist International Deutschland (SID) beteiligt sich auch in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen sowohl online in den Sozialen Medien als auch bundesweit offline durch die regionalen Clubs. Diese Aktionen vor Ort können allerdings durch die aktuellen Corona-Regelungen „nur“ in einem reduzierten Umfang stattfinden. Die Orange Days tragen zur Enttabuisierung des Themas Partnerschaftsgewalt bei, machen Hilfsangebote bekannt und wenden sich gegen jegliche Formen sexualisierter, digitaler, physischer und psychischer Gewalt an Frauen. Die globale Initiative fordert ebenso die vollumfängliche Umsetzung der Istanbul-Konvention von 2011 (Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt) in den Vertragsstaaten.

Corona als „Brandbeschleuniger“

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt 2020 Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von Soroptimist International Deutschland  SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag. An dieser Situation hat sich auch 2021 kaum etwas geändert. Soroptimist International (SI) ist eine der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. Soroptimist International hat weltweit in 118 Ländern rund 70.000 Mitglieder in über 2.900 Clubs. Zu SI Europa gehören rund 1.166 Clubs mit rund 31.500 Mitgliedern in 43 Ländern. In

Deutschland zählt die Organisation aktuell über 6.700 Mitglieder in 223 regionalen Clubs. Das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gleichstellung der Frauen in rechtlicher, sozialer und beruflicher Hinsicht zu erlangen und setzt sich für einen höheren Anteil an Frauen in Führungspositionen, für die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen ein. SID und seine deutschlandweit vertretenen Regionalclubs erarbeiteten für die Orange Days breit angelegte und öffentlichkeitswirksame Aktionen. Dazu Dr. Renate Tewaag: „Wir müssen für diese Problematik sensibilisieren. Zudem brauchen Betroffene ausreichend Unterstützungsangebote und dürfen nicht stigmatisiert werden.“ Dazu gehöre ein offener und mutiger Umgang mit Gewalterfahrungen. „Und den erreichen wir nur, wenn wir uns als Gesellschaft der Tragweite bewusst sind“, so Tewaag weiter. Rund 1,5 Millionen Euro fließen jährlich dank des ehrenamtlichen Engagements von Soroptimistinnen in Deutschland in soziale Projekte im In- und Ausland. SI Club

Coburg hat in den letzten Jahren ca. 200 000 € akquiriert (Förderverein: Soroptimist Coburg - Hilfe und Dienst e.V.) Über eine eigene Social-Media-Kampagne während der Orange Days arbeitet SID daran, die Auswirkungen von Gewalt gegenüber Frauen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Zudem sorgen zahlreiche Kampagnen für Aufmerksamkeit in den deutschen Innenstädten.

So wird es in Coburg und in Bad Staffelstein zu folgenden genehmigten Aktionen kommen:

COBURG

1. Beleuchtung des Hexenturms

In Zusammenarbeit mit dem Coburger Designforum Oberfranken e.V. - 1.Vorsitzender Prof. Auwi Stübbe - verwirklicht unsere Programmdirektorin Dr.Helga Brachmann diese Coburger Aktion. Hinterleuchtung aller Fenster, inklusive der Zinnen in Orange - wie auf dem Bild zu sehen - die über den gesamten Zeitraum der Orange Days vom 25.11. - 10.12. installiert bleiben kann. Bei dem Projekt werden die Leuchten im Innenraum installiert und sind damit geschützt. Nachhaltigkeit für die kommenden Jahre ist gegeben. Die besondere Rolle, die der Hexenturm in seiner Historie gespielt hat, insbesondere für die todbringende Gewalt, die unschuldige Frauen auch Coburg erlitten haben, wird in einem Plakat am Hexenturm erläutert. Ebenso findet sich auf diesem Plakat der Hinweis auf die Orange Days.

2. Schalaktion an weiblichen Skulpturen
1. "Phryne" von Ferdinand Lepcke im kleinen Rosengarten
2. Mohrenbrücke weiblicher Akt von Edmund Meusel mit Blick auf den Fluss Itz
3. Büste der Alexandrine, Alexandrinenbrunnen, vor dem Ernst-Alexandrinen-Volksbad
4. "Heimkehr" von Ferdinand Lepcke vor dem Hexenturm 2021 wegen Baustelle nicht möglich 
5. "Bogenspannerin" von Ferdinand Lepcke Bahnhofstraße an der Ecke zur Itzanlage

An den Skulpturen laminierte Info-Flyer + QR-Code zur "Orange Days Website" SI Club Coburg.

3. Schaufensteraktion „Leuchtendes Zeichen“
Coburger Designforum Oberfranken e.V. CDO, Hochschule Coburg

In Zusammenarbeit mit CREAPOLIS – Innovative Hochschule Fakultät Elektrotechnik und Informatik, wissenschaftliche Projektmanagerin Elisabeth Westhäuser - und CDO: Eine Designlampe lenkt von innen den Fokus auf einen orangen Aufkleber 60x60 cm mit Text an der Schaufensterscheibe,  z.B. "Nein zu Gewalt an Frauen und Mädchen" + QR-Code zur "Orange Days Website" SI Club Coburg. Diese Aktion wird vom Rotary Club Coburg mit einer Spende unterstützt.

4. Weitere geplante Aktionen und weitere Unterstützung der Orange Days

Info-Stand Im Stadtzentrum: Verteilt werden Flyer, sowie orange Zitrusfrüchte (Spenden: Firmen Tegut  und Edeka Wagner) in Pergamenttüten. Diese sind  bedruckt mit einer kurzen Aufklärung, worum es bei den Orange Days geht, und mit dem QR-Code zur Orange-Days-Seite unserer Website. Zur Spendenakquise für unser Projekt „nachgehende Beratung und Begleitung von ehemaligen Frauen-hausbewohnerinnen“ sollen auch hochwertige, Orangenaktion meist selbst hergestellte Produkte verkauft werden.

  • Glaserei Späth gestaltet ein Schaufenster.
  • Evangelische Kirchengemeinde St. Moriz gestaltet einen Artikel
    auf ihrer Website.
  • Das SÜC-Gebäude Bamberger Straße wird am 25.11.und am 10.12. orange leuchten.

LICHTENFELS / BAD STAFFELSTEIN

Geplant sind eine Orangenaktion in Lichtenfels und eine Orangenaktion mit Schalaktion im Kurpark Bad Staffelstein. Die orangen Schals werden aus vorhandenen Stoffen genäht.

„Es ist wichtig auf dieses Thema deutschland- und weltweit aufmerksam zu machen. Deshalb ist es uns ein Anliegen, in unserer Region mit diesen Aktionen unseren Teil dazu beizutragen“, so Barbara von Mengershausen Präsidentin im SI-Club Coburg. Bei diesen vielen Aktionen in Deutschland ist eines immer im Fokus:

Orange the World – Stand up for Women. Die Farbe der Solidarität ist orange. Viele Menschen weltweit tragen an diesen Tagen ein oranges Kleidungstück. Wir würden uns freuen, wenn sich auch hier viele dem anschließen.

Orange Days 2020: Öffentlichkeitswirksamer Einsatz für die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen

Sage „Nein“ zu Gewalt an Frauen!

Worum geht es?

Jedes Jahr positionieren sich Frauen weltweit an den Orange Days (25. November bis 10. Dezember) gegen jegliche Art von Gewalt an Frauen.

Wer steckt dahinter?

Seit 1999 ruft UN Women auf der ganzen Welt zu den Orange Days auf. Als eine der größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen unterstützt Soroptimist International Deutschland die Initiative.

Warum ist das wichtig?

In Deutschland wird jeden 3. Tag eine Frau durch ihren Partner getötet, jede 4. Frau erlebt sexuelle/körperliche Gewalt durch den Partner. Laut Statistik gibt es jährlich 140.000 Fälle von häuslicher Gewalt. Geschlechtsspezifische Gewalt kann jede Frau treffen - unabhängig von Alter, sozialem oder kulturellem Hintergrund.

Was kann ich tun?

• Bitte trage an den Orange Days als sichtbares Erkennungszeichen Deiner Solidarität mit den Opfern die Farbe ORANGE. Sie ist Symbol für Kraft und Widerstand und das verbindende Element aller Aktionen weltweit.

• Die Nummer des Hilfetelefons für Betroffene weiterverteilen: 08000 116 016

Du willst mehr über uns wissen?

Dann informiere Dich auf www.soroptimist.de

 

Aktionen und Projekte von Soroptimist International Club Coburg zu den Orange Days vom 25.11.bis 10.12.2020

Hannover – Orange the World – Stand up for Women: Unter diesem Motto starten am 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, die Orange Days. Die weltweite Kampagne wurde 1991 vom Women’s Global Leadership Institute ins Leben gerufen und macht 16 Tage lang auf die Benachteiligung von Frauen und geschlechtsspezifische Formen von Gewalt aufmerksam. Die nachhaltige Verwirklichung der Grundrechte von Frauen steht dabei im Fokus. Die Dauer von 16 Tagen ist dabei kein Zufall: Die Orange Days enden am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte. Soroptimist International Deutschland (SID) beteiligt sich auch in diesem Jahr mit vielfältigen Aktionen sowohl online in den Sozialen Medien als auch bundesweit offline durch die regionalen Clubs. Diese Aktionen vor Ort können allerdings durch die aktuellen Corona-Regelungen „nur“ in einem reduzierten Umfang stattfinden.

Corona als „Brandbeschleuniger“

Studien ergeben, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen haben weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe. „Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, warnt Dr. Renate Tewaag, Präsidentin von Soroptimist International Deutschland SID. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen, auch in den digitalen Medien, wo ein sprunghafter Anstieg zu verzeichnen ist, aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Tewaag.

SID und seine deutschlandweit vertretenen Regionalclubs erarbeiteten für die Orange Days breit angelegte und öffentlichkeitswirksame Aktionen. Dazu Dr. Renate Tewaag: „Wir müssen für diese Problematik sensibilisieren. Zudem brauchen Betroffene ausreichend Unterstützungs-angebote und dürfen nicht stigmatisiert werden.“ Dazu gehöre ein offener und mutiger Umgang mit Gewalterfahrungen. „Und den erreichen wir nur, wenn wir uns als Gesellschaft der Tragweite bewusst sind“, so Tewaag weiter. Über eine eigene Social-Media-Kampagne während der Orange Days arbeitet SID daran, die Auswirkungen von Gewalt gegenüber Frauen möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen. Zudem sorgen zahlreiche Kampagnen für Aufmerksamkeit in den deutschen Innenstädten.

Coburg

Beleuchtung des Hexenturms

In Zusammenarbeit mit dem Coburger Designforum Oberfranken e.V. 1. Vorsitzender Prof. Auwi Stübbe verwirklicht unsere Programmdirektorin Dr. Helga Brachmann diese Coburger Aktion. Hinterleuchtung aller Fenster, inclusive der Zinnen in Orange - ähnlich wie auf dem Bild zu sehen - kostengünstige machbare Lösung, die über den gesamten Zeitraum der Orange Days vom 25.11. - 10.12. installiert bleiben kann. Bei dem Projekt würden die Leuchten im Innenraum installiert und sind damit geschützt. Nachhaltigkeit für die kommenden Jahre ist gegeben.

Schalaktion an vier weiblichen Skulpturen

"Phryne" von Ferdinand Lepcke im kleinen Rosengarten, Mohrenbrücke weiblicher Akt von Edmund Meusel mit Blick auf den Fluss Itz, Büste der Alexandrine, Alexandrinenbrunnen, vor dem Ernst-Alexandrinen-Volksbad, "Heimkehr" von Ferdinand Lepcke vor dem Hexenturm

Bad Staffelstein

Schalaktion im  Kurpark an der Skulpturengruppe von Wilhelm Uhlig

Die orangenen Schals für die verschiedenen Schalaktionen werden aus vorhandenen Stoffen genäht.

„Es ist unheimlich wichtig, über ganz Deutschland – und die ganze Welt – hinweg auf diese Themen aufmerksam zu machen. Umso stolzer sind wir, dass wir hier in Coburg und Bad Staffelstein unseren Teil dazu beitragen können“, so Barbara von Mengershausen Präsidentin im SI-Club Coburg. Bei den vielen Aktionen in Deutschland ist eines immer im Fokus: Orange the World – Stand up for Women. Die Farbe der Solidarität ist orange. Viele Frauen weltweit tragen an diesen Tagen ein oranges Kleidungstück. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Frauen in unserer Region dem anschließen.

 Eine weltweite Stimme für Frauen

Soroptimist International (SI) ist eine der weltweit größten Service-Organisationen berufstätiger Frauen mit gesellschaftspolitischem Engagement. In Deutschland zählt die Organisation aktuell über 6.700 Mitglieder in 223 regionalen Clubs. Das Netzwerk hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gleichstellung der Frauen in rechtlicher, sozialer und beruflicher Hinsicht zu erlangen und setzt sich für einen höheren Anteil an Frauen in Führungspositionen, für die Verhinderung jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen und für den ungehinderten Zugang zu Bildung und Ausbildung für Frauen und Mädchen ein.

Was haben wir erreicht?

Einfach mal unter dem Stichwort Presse in unserem Pressespiegel das umfangreiche und sehr nachdrückliche Echo nachlesen, dass wir während der Orange Days im Raum Coburg und Lichtenfels erzeugt haben. https://clubcoburg.soroptimist.de/presse/pressespiegel/

Und unter Neuigkeiten stehen die Berichte zu unseren Aktionen. https://clubcoburg.soroptimist.de/ueber-uns/neuigkeiten/

 

Orange the World – Stand up for Women. Die Farbe der Solidarität ist orange.

Viele Frauen weltweit tragen an diesen Tagen ein oranges Kleidungstück. Wir würden uns freuen, wenn sich viele Frauen in unserer Region dem anschließen.


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